Ertlhof

Der Ertlhof in Rimsting am Chiemsee versteht sich als eine Wohneinrichtung für Menschen mit psychiatrischen Krankheitsbildern, die sich aufgrund ihrer Erkrankung nicht selbst versorgen und ihre soziale Rolle nicht eigenverantwortlich einnehmen können.

Ausstattung

Der Ertlhof bietet 74 Bewohnern in 12 Einzel- und 31 Doppelzimmern Platz. Davon sind 51 Plätze beschützend/geschlossen, acht Plätze für eine Übergangszeit von 18 bis maximal 24 Monaten und 15 Plätze offen konzipiert.
Die Bewohnerzimmer haben eine Größe von 18 – 23 Quadratmetern und verfügen über eine Nasszelle mit Dusche, Notruf und Fernsehanschluss. Die Zimmer sind mit Bett, Nachtkästchen, Schrank und Kommode ausgestattet. Selbstverständlich können die Bewohner in angemessenem Rahmen auch persönliches Mobiliar mitbringen.

IMG_0208Zusätzlich gibt es in jedem Wohnbereich Teeküchen, Speiseräume und Stationsbäder sowie ein frei zugängliches Münztelefon.
Von jedem Bereich aus besteht Zugang zum Garten. Das Außengelände umfasst über 8000 Quadratmeter. Auch für die Bewohner mit eingeschränkter Ausgangsregelung steht ein etwa 500 Quadratmeter großer Garten („geschlossener Garten“) zur Verfügung.
Auf jeder Etage befinden sich Bewohnerwaschmaschinen sowie ein Raucherraum. Im Keller gibt es Therapieräume, eine Holzwerkstatt und einen Gymnastikraum.

Sozialtherapie

Der Ertlhof versteht sich als Wohneinrichtung für Menschen mit psychiatrischen Krankheitsbildern, überwiegend aus dem Bezirk Oberbayern, die sich aufgrund ihrer Erkrankung nicht selbst versorgen und ihre soziale Rolle nicht eigenverantwortlich einnehmen können. Diese schwierig zu erreichende Zielgruppe (hier weitere Infos) bedarf einer bestmöglichen Betreuung. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass unser Klientel immer jünger wird, was verstärkt ein individuelles und flexibles Angebot von uns fordert. In kritischen und unsicheren Zeiten des Lebens unterstützen wir Menschen ihren Weg wieder zu finden.

Menschen, die selbst- und/oder fremdgefährdendes Verhalten zeigen, bieten wir eine beschützende Lebensform, um Stabilität und Sicherheit zu gewähren. Bei einem Großteil der Bewohner unseres Hauses liegt ein richterlicher Unterbringungsbeschluss vor.

Die Betreuung im Ertlhof ist grundsätzlich von Optimismus getragen und setzt auf die Chance, selbst bei Chronifizierung des Krankheitsbildes positive Entwicklungen zu erarbeiten. Durch die verschiedenen Betreuungsangebote des Hauses kann diesen Entwicklungen Rechnung getragen werden, so dass nach einer deutlichen Stabilisierung im beschützenden Wohnbereich auch ein Wechsel in offene Wohnformen oder in eine Übergangswohngruppe vollzogen werden kann, ohne die stabilisierende Wirkung eines vertrauten Wohnumfeldes, verlässlicher Beziehungen oder fortgesetzter therapeutischer Angebote aufzugeben.

Wohnen

„Im Ertlhof kann ich so sein, wie ich bin!“

„Wohnen in der Gemeinschaft“ heißt das Motto im Ertlhof. Es soll ein Zuhause geschaffen werden, in dem sich jeder Bewohner wohl fühlen kann und seine Grundbedürfnisse befriedigt sieht. Im persönlichen Bereich ist Platz für Rückzug. Der Bewohner kann hier Sicherheit und Schutz erleben sowie, zum Beispiel in der Gestaltung des Zimmers, seine Individualität ausdrücken.

Das Zusammenleben im Wohnbereich ermöglicht soziale Kontakte und beugt der Isolation vor. In dieser „Zwangsgemeinschaft“ erlernen die Bewohner Wege der Konfliktlösung und „trainieren“ den Umgang mit anderen Menschen. Die anfallenden Arbeiten, wie die Pflege des eigenen Zimmers oder das Zubereiten von Speisen ermöglichen den Erwerb von Fertigkeiten, strukturieren den Tag durch sinnvolle Tätigkeiten und fördern die Übernahme von Verantwortung für sich und andere. Wohnen in der Gemeinschaft bedeutet auch ein Leben mit größtmöglicher Selbstbestimmung, das fördert gleichzeitig die Teilnahme und Integration am öffentlichen Leben. Das Wohnen beinhaltet feste Tagesabläufe und das bewusste Erleben des Jahresrhythmus. Damit wird durch den gemeinsamen Wohn-Alltag die Basis geschaffen für weitere therapeutische Fördermaßnahmen.

Arbeiten

„Hilf mir, es selbst zu tun!“

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Viele der Bewohner haben krankheitsbedingt über Jahre kaum Erfolgserlebnisse durch Arbeit erfahren. Das Ziel im Ertlhof ist es, sie durch gezielte Nutzung von Alltagsangelegenheiten und festen Förderangeboten in kleinen Schritten an ein höheres Leistungsniveau heranzuführen. Sie werden bei den alltäglich anfallenden Arbeiten im Wohnbereich mit einbezogen und können ein breit gefächertes Angebot von Arbeits- und Beschäftigungstherapie nutzen. So soll für jeden Bewohner ein nach Art, Umfang und Anspruch passendes Angebot bereitgestellt werden. In den einzelnen Arbeits- und Beschäftigungsangeboten bekommen sie individuell angepasste Anleitung und Begleitung. Die Tätigkeiten helfen den Bewohnern, den Tag und die Woche zu strukturieren, Verbindlichkeit zu üben und vor sich selbst und anderen die eigene Leistungsfähigkeit und –bereitschaft sichtbar zu machen.

IMG_2199Die Erfahrungen zeigen, dass die meisten Bewohner gerade „richtige“ Arbeit als äußerst sinnvoll erleben. Darüber hinaus ermöglichen diverse Tätigkeiten durch ihre in Geld ausbezahlte „therapeutische Belohnung“ auch eine willkommene Aufbesserung des meist sehr knappen Taschengeldes.

Folgende arbeitstherapeutische Angebote gibt es: Montage, Handwerk, Hauswirtschaft, Holz, Haustechnik, Bauernhof, Töpfern, Fahradwerkstatt, Gartengruppe (je nach Saison und Bedarf), „Inside-Out“ (Zuverdienstprojekt), Zudem können auch nach Absprache externe Praktika wahrgenommen oder stundenweise Tätigkeiten außerhalb des Ertlhofs aufgenommen werden.

Freizeit/Tagesgestaltung

Sinnvolle Freizeitgestaltung stellt ein wesentliches Merkmal von Lebensqualität dar. Darüber hinaus bieten Freizeitbeschäftigungen hervorragende Chancen, die therapeutischen Ziele zu verfolgen (z.B. Tischspiele als Konzentrationstraining).

IMG_2247Für Menschen mit psychischer Erkrankung ist das Gestalten von Freizeit allerdings aus verschiedenen Gründen schwierig: Sie empfinden häufig eine Leere, die sich als Langeweile äußert und können keine spezifischen Vorstellungen entwickeln. Sie sehen oft keinen Sinn in Tätigkeiten. Hinzu kommt häufig eine krankheitsbedingte Antriebsarmut.
Wichtig ist daher, der Freizeitgestaltung einen abwechslungsreichen und attraktiven Rahmen zu geben. Bewohner, die neu in den Ertlhof kommen, brauchen zudem die Möglichkeit, ihre gewohnten Freizeitaktivitäten fortzuführen.

Medizinbälle liegen im Gruppenraum des ErtlhofDeshalb bieten wir eine vielseitige und bedarfsgerechte Unterstützung an, die von Information und Beratung bis zu einem intensiven, individuellen Angebot reicht. Im Bereich der Sozialtherapie stellen die Mitarbeiter für die Wohnbereiche ein breit gefächertes Programm an Gruppenangeboten bereit. Sie orientieren sich an den Interessen der Bewohner und sind ein wichtiger Teil der Wochenstruktur.

Möglich sind zum Beispiel: Beschäftigungstherapie (Arbeiten mit Holz, Ton, Glas, Perlen, uvm.), Reittherapie, Sporttherapie (hier zum PDF), Theatergruppe, Singgruppe, Klettergruppe, Kognitives Training, Trommelgruppe, offenes Atelier, Entspannungsgruppe, Psychoedukation, WAF-Gruppe (Wohnen-Arbeit-Freizeit), Suchtgruppe, DBT im Ertlhof. An den Wochenenden finden regelmäßig Ausflüge statt. Zudem werden jährlich mehrtägige Bewohnerurlaube durchgeführt!

Über uns

Martin Kruse, Einrichtungsleiter

Martin Kruse

Andrea Vodermeier

Andrea Vodermeier

Der Leiter der Krohn-Leitmannstetter GmbH (das umfasst die Zuständigkeit für das Haus Linde, den Ertlhof, den Sonnenhof und die ambulanten Wohnformen) ist Diplom-Heilpädagoge und Sozialmanager Martin Kruse. Er wird von der stellvertretenden Einrichtungsleiterin und Hausleitung Andrea Vodermeier sowie einem Team aus Sozialpädagogen, Fachkrankenpflegern für Psychiatrie, Pädagogen, Heilerziehungspflegern, Erziehern, Gesundheits- und Krankenpflegern, Ergotherapeuten, Sporttherapeuten, Reittherapeuten, Kunstherapeuten, Arbeitstrainern, Assistenzkräften sowie Praktikanten unterstützt. Sie arbeiten als fachübergreifendes Team (hier zum Organigramm) sozialtherapeutisch integrativ.

Kosten

Die Kosten richten sich nach den derzeit gültigen Entgeltvereinbarungen und können in der Verwaltung oder beim Einrichtungsleiter erfragt werden.

Weitere Infos

Qualität & Prüfnoten

Hier werden Sie zu den Qualitätsberichten und MDK-Prüfergebnissen weitergeleitet.

Lage

 

1Der Ertlhof in Rimsting liegt auf halber Strecke zwischen Bad Endorf und Prien am Chiemsee und ist mit dem Bus gut zu erreichen. Rimsting bietet zentrale Einkaufsmöglichkeiten und einen Sportplatz.
Die schöne bayerische Bergwelt und der Chiemsee laden zu vielerlei Freizeitaktivitäten ein. Mit dem Zug erreicht man von Bad Endorf oder Prien schnell Städte wie Rosenheim und München.

Besuchszeiten

Die Bewohner können in Absprache mit den entsprechenden Mitarbeitern des Wohnbereichs besucht werden.

Kontakt

Sozialtherapeutische Einrichtung Ertlhof
Priener Straße 17
83253 Rimsting
Telefon: 08051/690220
Fax: 08051/690299
E-Mail: verwaltung@ertlhof.de
Einrichtungsleiter: Martin Kruse
Telefon: 08051/6902-10
Fax: 08051/6902-610
E-Mail: martin.kruse@haus-linde.de
Hausleitung und stellvertretende Leitung: Andrea Vodermeier
Telefon: 08051/6902-96
Fax: 08051/6902-696
E-Mail: andrea.vodermeier@ertlhof.de
Für Aufnahmen
Psychiatrischer Fachdienst: Wolfgang Zoßeder
Telefon: 08051/6902-97
Fax: 08051/6902-697
E-Mail: wolfgang.zosseder@ertlhof.de
Pädagogischer Fachdienst: Maria Gründl
Telefon: 08051/6902-91
Fax: 08051/6902-691
E-Mail: maria.gruendl@ertlhof.de